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Europaweit einmalig: 100 Meter hohes Bürohochhaus in der Innenstadt gesprengt

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Tausende von Schaulustigen verfolgen am 7. März in der Innenstadt von Hagen, wie ihr „Langer Oskar“ in die Knie geht. Gemeint ist damit das knapp 100 Meter hohe Hochhaus der Sparkasse, das nach 30 Jahren mit hohem Aufwand hätte saniert werden müssen. Der Sparkassen-Vorstand entschied sich für einen modernen Neubau. Der „Lange Oskar“ wird einem neuen Karree als Finanzdienstzentrum mit Geschäften und Büros weichen.

Das war leichter beschlossen als ausgeführt! Das Objekt in der unmittelbaren Innenstadt von Hagen kann nicht so einfach wie am Computer gelöscht werden. Ein normaler Abriss über viele Woche belastet durch Lärm und Staub die Anlieger. Eine Sprengung inmitten einer Innenstadt-Bebauung bedeutet Risiken und stellt eine besondere Herausforderung dar. Das allein erscheint schwierig, doch die Dimension des Gebäudes allein bedeutet, dass noch nie ein Bürohaus dieser Größe mitten in einer City in Europa zu Fall gebracht wurde.

Eine Aufgabe wie in Hagen – das ist eine besondere Herausforderung für Prangenberg und Zaum. Die Abbruchspezialisten haben mit der Thüringer Sprenggesellschaft sowie dem Planungsbüro PL2 Pluralis das optimale Vorgehen in dieser schwierigen Aufgabe abgestimmt. Was in Monaten akribisch vorbereitet wurde, soll am 7.März in wenigen Sekunden reibungslos über die Bühne gehen. Mit  250 Kilogramm Sprengstoff wird der 100-Meter-Sparkassenturm in 28000 Tonnen Schutt verwandelt. Wochenlang waren sorgfältig 1300 Bohrlöcher in die Stützpfeiler getrieben, mit Sprengstoff gefüllt und verkabelt worden. Mit einer kontrollierten Kipp-Kollaps-Sprengung soll der „lange Oskar“ zu Boden gehen. Die erste Zündung der Sprengsätze in der achten und neunten Etage bringt den Turm zum Kippen, wenige Augenblicke später sorgen die detonierten Sprengsätze im ersten und vierten Stock, dass der gesamte Büroturm in sich zusammen sackt und die Trümmer punktgenau im Fallbett landen. Die roten Lastwagen mit dem P&Z-Logo werden in den nächsten Tagen den übrig gebliebenen Reste an Beton und Stahl zum Recyceln abtransportieren. Sie landen nicht auf der Müllkippe, sondern werden als Granulat wieder verwertet.

Für die Stadt Hagen wie für die Sparkasse ist der 7. März eine einzigartige Win-Win-Situation. Die Stadt büßt zwar ein Wahrzeichen ein, das Filetstück in der Innenstadt eröffnet aber auch die Chance einer Restrukturierung und Belebung der Innenstadt-Meile. Die Sparkasse verliert ihren Hauptsitz, aber ebenso den Ballast eines unrentablen Hochhaus-Betriebes. Sie gewinnt die Perspektive, eine zeitgemäße Immobilie zu errichten, die nicht nur der eigenen Verwaltung Vorteile bringt, sondern ein ganzes Viertel nach vorne entwickelt. Dafür investiert die Sparkasse Hagen 53 Millionen Euro.

Ein schönes Beispiel für den Slogan des Abbruch-Unternehmens P&Z: Wir machen Platz für die Zukunft. In Hagen haben alle Beteiligten gezeigt, dass die richtige Mischung aus Visionen, unternehmerischem Mut und dem genutzten Know-how Berge versetzen kann – und seien es 100-Meter hohe Bürotürme inmitten einer belebten Stadt.

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Lesen Sie mehr über folgende Links und in unserem Newsarchiv:
www.sparkasse-hagen.de
www.prosieben.de/wissen/galileo

 
 




 

 

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